Sven Krechting 1994/2017

Hallo meine Lieben ,
Heute möchte ich euch von meinem Schicksal und meinem langen Weg zum Spenderherz erzählen. Vorallem möchte ich euch Täglich von meinem Alltag berichten, und euch mit auf meinem Weg zum neuen Spenderherz nehmen.

Mein Weg zum Spenderherz!
Von Geburt an hatte ich immer wieder Probleme mit meinem Herzen. Ich schwitzte sehr viel und trank sehr wenig manchmal sogar gar nicht.
In einer Essener Klinik wurde dann festgestellt das ich an einer Herzmuskelentzündung erkrankt bin.
Für weitere Maßnahmen wurden meine Eltern, an das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen weitergeleitet.
Durch intensiver Behandlung und Untersuchung stand klar, dass ich auf ein neues Spenderherz angewiesen war, um weiter Leben zu können.

Am 13.07.1994 um 22:30 Uhr, bekamen meine Eltern vom Oberarzt aus Bad Oeynhausen einen Anruf, einen Anruf der mein ganzes Leben veränderte.
Es wurde ein passendes Herz gefunden !!
An dem Abend ging alles sehr schnell, Wir wurden abgeholt und schnellstmöglich in das Herz - Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen gebracht. Um 2:30 Uhr war es dann endlich soweit. Mein neues Herz wurde mit einem Hubschrauber eingeflogen und ich kam in den O.p.
Die schwere Operation dauerte ca. 6-8 Stunden.

Nach dieser Operation konnte ich ein recht normales Leben führen. Es gab jedoch einige Vorschriften an die sich meine Eltern und Ich uns halten mussten.
Ich durfte verschiedene Lebensmittel nicht essen z.b Milchreis,Sahne und Eier wegen Samunellen Gefahr.
Offene Spielplätze und Sandkästen, auch im Kindergarten waren für mich verboten.

Jedoch durfte ich die Grundschule sowohl die weiterführende Schule besuchen sogar am Sportunterricht durfte ich teilnehmen.
Allerdings war meine Belastbarkeit nur begrenzt und durfte deshalb immer wieder Pausen einlegen.
Auch an Praktika, im Garten Landschaftsbau oder in einer Schreinerei durfte ich absolvieren.

In den ganzen Jahren spielt die Medizin bei mir immer eine große Rolle. Ich muss jeden Tag ( Morgens und Abends) Medikamente einnehmen. Gegen Blutdruck und für mein Immunsystem. Einmal pro Tag Blutdruck messen und mein Gewicht wiegen gehörte auch zu meinem Alltag dazu.

Leider gab es nicht immer schöne Zeiten. 2008 und 2013 hatte ich eine Abstoßung, dies bedeutet das mein Körper das Spenderherz abstößt. Dies wurde im Jahr 2008 durch Zufall bei meiner regelmäßigen Kontrolle die alle 3 Monate statt findet beim Kardiologen festgestellt.
Es bildete sich Wasser im Herzbeutel " Perikarderguss".
In Bad Oeynhausen wurden beide Abstoßungen ohne verbleibenden Schäden behandelt.

Meinen Eltern wurde damals erklärt, das dass Spenderherz ca. 10 Jahre halten würde. Heute 23 Jahre später habe ich immer noch das selbe Herz.
Leider geht es seit Januar 2017 gesundheitlich bei mir Berg ab.
Die Luft und Belastbarkeit nimmt Stark ab, zu dem sammelt sich wieder Wasser am Herzen, Bauch, Beine und an den Füßen.

Am 12. Januar 2017 musste ich wieder ins Krankenhaus nach Bad Oeynhausen. Dort wurde ein Herzkatheter durchgeführt.
Dabei wurde festgestellt das eine Aterie am Herzen zu sei, die jedoch mit einem Stent geöffnet wurde.
Nach kurzem Krankenhaus Aufenthalt konnte ich wieder nach Hause.

Im März 2017 ging ich wegen Fieber und meiner Belastbarkeit die mich zu schaffen machte, ins Krankenhaus.
Nach 5 Tagen mehreren Untersuchungen wurde dann eine Entzündung an der Galenblase und am Blinddarm entdeckt. Die Galenblase und Blinddarm wurde dann in einer Operation entfernt.

Nach dieser Operation war nichts wie es einmal war.
Mein Bauch füllte sich wieder mit Wasser,
Wassereinlagerungen an den Beinen und Füßen.
Treppenlaufen war nur noch möglich in dem ich mich am Geländer hoch gezogen hatte, mehr als 10 Meter laufen war auch nicht mehr möglich.
Herz und Nieren versagten, Luftnot und niedrige Belastbarkeit sowie Lungenentzündung und Lungenembolie machten mir auch noch zu schaffen.

Am 03. Juli 2017 durfte ich endlich wieder nach Hause, nach dem meine Werte stabil waren. Die Freude war sehr groß den zuhause ist es doch immer noch am schönsten. Ich war endlich zuhause machte es mir auf meinem Sofa bequem doch die Freude war nicht auf Dauer. Bereits in der nächsten Nacht hatte ich ein Erstickungsgefühl und Fieber. Weshalb ich wieder ins Krankenhaus ging.
Als ich ins Krankenhaus kam hatte ich eine Herzfunktion von 11%.
Transplantierte Patienten sollten eine Funktion von 40% haben und Gesunde Menschen von 60%.
Ursache war, es sammelte sich wieder Wasser im Bauch und am Herz.
Es wurde sofort Kontakt mit Bad Oeynhausen aufgenommen und eine Verlegung ins Herz - Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen vereinbart. Zur Stabilisierung lag ich 2 Nächte auf der Intensivstation.
Am 06. Juli 2017 wurde ich dann durch einen Krankenwagen nach Bad Oeynhausen gefahren und dort Verlegt.

Seit dem befinde ich mich immer noch in stationärer Behandlung. Und warte auf ein neues Spenderherz.